Mit 47,3% Prozent für Johanna Zapf hat es für die erste weibliche Bürgermeisterin für Unterhaching leider nicht ganz gereicht. Im Vorfeld sah es bereits nach einem knappen Rennen aus.
Johanna Zapf wurde für das jemals beste Ergebnis für die Unterhachinger Grünen trotzdem ordentlich gefeiert und nimmt es sportlich: „Erstmal Gratulation an den neuen Bürgermeister Korbinian Rausch. Es war am Schluss ein harter Wahlkampf und ein sehr knappes Rennen. Ich kann für uns sagen: Wir haben alles gegeben. Und darauf sind wir stolz, auch wenn es jetzt nicht ganz gereicht hat. Dieses Ergebnis kann sich trotzdem sehen lassen.“
Johanna Zapf ist der Dank wichtig: „Ich danke allen Wählerinnen und Wählern für das Vertrauen – und ganz besonders unserem Team für diesen Hammer-Wahlkampf. Alle Haustüren in Unterhaching besucht, über 12.000, unzählige gute Gespräche, alles ehrenamtlich und mit überschaubarem Budget.“
Stefan König, Co-Vorsitzender der Unterhachinger Grünen sieht das Ergebnis ebenfalls als Erfolg: „Zwar stellen wir nun leider nicht die Erste Bürgermeisterin, dennoch haben wir in diesem Wahlkampf so viel gewonnen an Zustimmung, Sichtbarkeit, Vertrauen. Daran werden wir anknüpfen. Viel Zuspruch haben wir von Bürgerinnen und Bürgern in Gesprächen für das verabschiedete Paket zur Ortsentwicklung und dem Mobilitätskonzept erfahren. Die Neugestaltung des S-Bahnhofs bis zum KUBIZ für mehr Sicherheit für alle im Straßenverkehr und die Busverbindung vom Fasanenpark in unser Gewerbegebiet sind zwei wichtige Projekte. Diese gute Arbeit des Gemeinderats gilt es nun in der nächsten Amtsperiode zügig umzusetzen. Auch die Kinderbetreuung und die Sanierung der bestehenden Kindergärten sind wichtige Themen für die nächsten sechs Jahre.“
König und Zapf wollen Bürgermeister Rausch in die Pflicht nehmen: „Der neue Bürgermeister hat jetzt die Aufgabe, für alle da zu sein und unterschiedliche Interessen zusammenzuführen. Wir erwarten, dass sich alle demokratischen Kräfte an einen Tisch setzen und das Beste für Unterhaching rausholen. Unterhaching braucht Zusammenarbeit und keine Lager. Wir werden diese Verantwortung annehmen. “
Im Endspurt des Wahlkampfes war schon spürbar, dass sich Kräfte gebündelt haben und Absprachen getroffen wurden. Zu Stellvertreter-Posten haben die beiden Vorsitzenden eine klare Vorstellung:
Wir waren uns vor der Wahl mit Korbinian Rausch einig: Egal, wie die Wahl ausgeht, Grüne und CSU sind mit Abstand die stärksten Kräfte mit jeweils 9 Sitzen im Gemeinderat. Die Fraktion, die unterlegen ist, muss den Zweiten Bürgermeister stellen. Der Wählerwille ist deutlich und den sollten wir alle ernst nehmen.“
Sie betonen, es sei ja auch für den neuen Bürgermeister wichtig, einen guten Start hinzubekommen und mit Gemeinderat und Verwaltung gut zusammenzuarbeiten. „Wir haben bis jetzt gut mit Korbinian Rausch zusammengearbeitet, das braucht sich wegen uns nicht zu ändern“, so König.

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